Das Ganzheitliche Bewusstsein

Dierk Kaiser • 6. Oktober 2026

Ihr Lieben, eine kleine Reflekion zum Verständnis des Lebens. Und zwar möchte ich anfangen mit etwas ganz Fundamentalen am Anfang. Und zwar, wenn wir anfangen wollen, ein Verständnis des Lebens zu entwickeln, dann brauchen wir einen Punkt, von dem aus wir die Zusammenhänge des Lebens wirklich verstehen können. Das heißt jetzt zum Beispiel, wenn wir uns in der Wahrnehmung befinden, dann haben wir immer einen Bezugspunkt, den wir wählen. Das heißt, wir sammeln alle unsere Wahrnehmungen ein und daraus entsteht dann zum Beispiel ein Ich-Verständnis an dieser Stelle. Das heißt, es gibt also einen festen Bezugspunkt in uns, den wir gewählt haben und jetzt beziehen wir die Wahrnehmung, zum Beispiel Körperempfindungen, Gefühle, Gedanken auf diesen Bezugspunkt und sammeln diese Wahrnehmung ein. Und dann stellen wir zum Beispiel Gedankenvorgänge her oder spüren etwas nach, was da in uns wahrnehmbar ist.


Und jetzt ist bei dieser Art und Weise, können wir uns vorstellen, wie in einer Linie haben wir den Bezugspunkt, das ist die Eins, und wir haben die Zwei, den zweiten Punkt, das sind die Wahrnehmungen. Das bedeutet also jetzt, dass wir sagen können, wie auf einer Linie, nehmen wir Verhältnisse wahr. Und jetzt besteht eben ein Unterschied. Wenn wir anfangen, uns selbst zu beobachten (3), dann entspricht das einem Dreieck, das wir eröffnet haben, in dem wir auf der Fläche jetzt einen dritten Punkt haben. Und jetzt beobachten wir uns (1) dabei, wie wir wahrnehmen (2).


Das heißt, jetzt haben wir einen Punkt(3)  gefunden, bei dem es uns möglich ist, uns selbst zu erforschen, ohne befangen zu sein, ohne als Instrument der Erforschung selbst sich in dieser Zweierbeziehung (1) u. (2) zu befinden und so sich nicht richtig selbst erkennen zu können. Das heißt also, Das ist auch der Anfang, dass ich eben so angefangen habe, weil wenn man diesen Punkt (3) nicht einnimmt, des Beobachters (3), des neutralen, wertfreien Beobachters (3), dann ist man schon in seinem Ich-Verständnis (1) als nicht mehr neutraler Bezugspunkt unterwegs und sammelt jetzt seine Wahrnehmung ein, erlebt das Leben und hat jetzt schon etwas Vordefiniertes, was sich da an der Stelle gebildet hat.


Denn ich habe mir ja ein Selbstverständnis, ein Ich-Verständnis gebildet und das kann unter Umständen eben gar nicht der Wahrheit entsprechen und so habe ich mich aber bereits festgelegt. Das heißt also, alles was ich dann im Außen wahrnehmen werde, was mir begegnet, kann schon eine Wiederspiegelung dieses Ich-Verständnis, dieses Bezugspunktes (2) sein, der schon kein neutraler Wahrnehmungspunkt mehr ist, durch das gebildete Ich-Verständnis an dieser Stelle.


Das heißt, das ist also schon etwas ganz Fundamentales in dem Augenblick, wo wir schematisch von einer Linie, der (1) und der (2), plötzlich in eine Fläche die (3) übergehen, kann man davon sprechen, dass wir bereits eine andere Wahrnehmungsdimension betreten haben, indem wir jetzt die Gesetzmäßigkeiten, das vermeintliche, was wir glauben, wie diese Welt funktioniert und was sie im Inneren zusammenhält, plötzlich durch diesen dritten Punkt (3) die Möglichkeit haben, herauszutreten und jetzt zu sehen, dass diese Gesetzmäßigkeiten nur gelten in dieser schematisch dargestellten Linienwahrnehmung (1) (2), wie ich sie gerade beschrieben habe.


Aber in dem Augenblick, wo ich in eine neue Wahrnehmungsdimension wechsle, durch die neutrale Beobachterposition (3), dort wo ich jetzt zum Beispiel sage, ich habe Gefühle, ich habe Gedanken, Ich habe einen Körper und bin das nicht alles eingesammelt in meinem Ich-Verständnis wie zuvor. Das sind ja dann alles schon Definitionen. Das heißt, wenn ich also eine Sache erkennen möchte, was gibt es da im Außen, eine Sache begreifen möchte und bin selbst jetzt schon eine Definition beim Beobachten dieser Sache im Außen, dann trägt meine Beobachtung schon meine Definition mit als Beobachter. Ich bin kein neutraler Beobachter mehr in diesem Punkt (2). Wenn ich aber auf diese dritte Position (3) gehe, beobachte mich aus einer Neutralität selbst bei allem, dann kann ich sehen, was habe ich denn da aufgebaut? Wie habe ich mich denn selbst verstanden? Wie habe ich das Leben verstanden? Wie habe ich überhaupt alles verstanden? Denn dieses Verstehen, wird man noch sehen, weitet sich auf alle und auf alles im Leben aus. Es gibt hier keine Beschränkungen. Und so ist das jetzt also möglich, sich dabei zu beobachten, wertfrei, neutral.


Und das entspricht in dem Bild eines Menschen, der zum Beispiel in eine Schachfigur auf einem Schachbrett eingestiegen ist in diese Figur und schaut jetzt dort durch diese Seeschlitze und nimmt von dieser Perspektive aus das Ganze wahr. Zum Unterschied des Schachspielers, der aus einer übergeordneten Perspektive - Wahrnehmungsdimension- jetzt dieses ganze Schachspiel sieht, von außen umfassen kann, durchdringen kann, weil er diesen Beobachtungspunkt (3)  hat. Und er kann sich jetzt über diese Gesetzmäßigkeiten bewusst werden. Und wenn er in dieser Schachfigur sich befindet, dann kann es passieren, dass er mit Sachen konfrontiert ist, die er gar nicht versteht, damit leicht in den Widerstand gerät, weil sie für ihn bedrohlich erscheinen oder weil überhaupt das dass Leben in dieser Linienwahrnehmung (1) (2) so ist, als würde alles ständig mich betreffen und auch treffen. Und deswegen bin ich auch sehr schnell dabei, in diese Bewertungen und Urteile zu kommen. dass das mein Feind ist und dass das schlecht ist und das ist böse und das ist gut, weil ich mich die ganze Zeit in dieser Linienwahrnehmung (1) (2) befinde, mit der Eins und Zwei. Das heißt, Objekt und Subjekt verschmelzen hier wie zu einem. Das praktisch mein Ich gleich dem Ausdruck ist, was erlebe ich dort im Außen, was bringt ein anderer zum Ausdruck.

Und jetzt stelle ich mich dazu auf (1) und sage: Ja, das ist gut oder das nehme ich oder nein, das muss hier verschwinden von diesem Planeten. Und das ist, wie man sieht, ein eingeschränktes Verständnis, auch eine eingeschränkte Erkenntnisfähigkeit. Das ist eigentlich noch gar keine richtige Erkenntnis, sondern Bewerten und Urteilen. Es ist einfach nur, dass ich Dingen, einen Stempel, eine Kennzeichnung verpasse und sie jetzt eingeteilt habe, um zu sagen: Das gefällt mir nicht, diese Richtung gehe ich, diese Richtung nicht. Und das hat mit Erkennen noch gar nichts zu tun.


Also Erkennen bedeutet in diesem Fall: Dass ich das Ganze verstehe. Ich befinde mich in dieser Lebenssituation und ich verstehe jetzt diese ganze Situation, wie sie zustande gekommen ist. Das heißt, wie hat sich diese Realität konkret aufgebaut, dass ich sie jetzt so erfahre und, das wird man dann auch später noch verstehen, erfahrbar gemacht habe. Ich habe das selbst für mich erfahrbar gemacht. Damit auch für alle anderen Menschen, für eine gesamte Menschheit, für ein ganzes System habe ich Dinge erfahrbar gemacht.

Jetzt ist die Erkenntnis eben so, dass ich das genau sehen kann, wie habe ich das gemacht. Und dabei ist doch dann auch klar, dass wenn ich verstehe, wie etwas aufgebaut ist und zustande gekommen ist, dass es da keine Ablehnung und einen Widerstand mehr zwangsläufig geben muss. Denn wenn ich das erkannt habe, was habe ich da zum Ausdruck gebracht, welchen Anteil habe ich an irgendwelchen Dingen, und verstehe das und ändere da etwas an dieser Stelle und erlebe plötzlich andere Dinge, mache anderes erfahrbar, dann habe ich ja eben ein Werkzeug ein Bewusstsein an dieser Stelle aufgebaut, zu verstehen, wie kann ich das Ganze eben ändern. Und in diesem Zusammenhang ist noch ein weiterer Punkt ganz wichtig,

Wenn wir uns in dieser Wahrnehmung, wie ich gesagt habe, dem Eins und Zwei, in dieser Linienwahrnehmung (1) (2) befinden, dann ist es so, dass unser Ich gleich der Ausdruck ist. Das heißt, ich fahre dann in meinen Gedanken wie in einem Zug sitzend, bin ich die Gedanken und die Gedanken bin ich. Das heißt, hier gibt es keinen Reflektionspunkt, das neutrale Bewusstsein (3), das in der Lage ist: Was ist das denn überhaupt für ein Gedanke? Baut er etwas konstruktiv auf? Zerstört er etwas? Was macht denn dieser Gedanke überhaupt? Welcher erfahrbaren Realität entspricht er ?

Das heißt, ein Mensch kann sich im Ausdruck befinden und das ist ein schöpferischer Zustand, denken, handeln, das ist alles Ausdruck, alles schöpferisch und muss sich dabei gar nicht bewusst sein, was baut er denn jetzt da gerade auf mit diesem Gedanken, mit diesen Äußerungen, weil es dazu keine Reflektion gibt. Und das heißt, da kann es sein, dass er einfach nur unbewusst von seinen Gefühlen geführt wird und eben sich in Gefühlsreaktionen befindet. Dass er sagt, jetzt fühle ich mich in der Enge, jetzt muss ich mich verteidigen. Das ist schön, das will ich behalten, so soll es morgen wieder sein. Also ich fange praktisch an, die Dinge in eine Spaltung zu führen und das ist genau das, was geschieht, wenn ich in dieser Linienwahrnehmung (1) (2) verbleibe. Das heißt, hier ist es also so, dass ich dann in einem abgetrennten Bewusstsein mich befinde. Das heißt, ich habe mein Dreieck, den neutralen Beobachter (3), das neutrale Bewusstsein (3), die Schachspieler Wahrnehmungsdimension, habe ich noch nicht in Einsatz genommen und jetzt erlebe ich dadurch eine Polarität das heißt das mir alles direkt gegenüber steht und ich verneine das jetzt oder sage ja das darf das darf nicht. Dabei habe ich es aber nicht erkannt sondern ich stufe es einfach nur ein dass irgendwas für mich bedrohlich ist dass ich irgendetwas nicht erleben möchte dass etwas nicht sein darf habe aber dabei gar nicht verstanden wie kommt das denn alles zustande.


Das heißt in so einem Bewusstsein ist der Mensch eingeschränkt in seiner Wahrnehmung, dass er nur diese Pole wahrnehmen kann und in Polen versteht, also nicht in dem Land, da kann er das natürlich auch verstehen, aber hier sind die Pole eben gemeint, die vermeintlichen Gegensätze, Das heißt, dass ich sage: "Ja, das ist doch das Gute und das ist doch das Schlechte." Und jetzt ist eben das Wesentliche bei dieser Art von Wahrnehmung, dass das eine ohne das andere nicht in die Existenz kommen kann. Ich befinde mich also in einem Relativbezugssystem hier,  wo es immer darum geht, dass ich den einen Pol benötige , auf den ich mich beziehe, um mich in den Ausdruck, mich in die Lebensnavigation, mich in das Verstehen bringe, mich in die Erkenntnis bringe. Und wir haben schon gesehen, wie begrenzt diese Erkenntnisfähigkeit ist. Die Erkenntnisfähigkeit auf dem Niveau, das ist schlecht, das ist nicht gut, das ist minderwertig, Das sollte es nicht geben, das ist gut, das sollte man verfolgen. Das heißt, das sind einfach nur Kennzeichnungen, die daher kommen, mit gewissen Sachen nicht noch einmal in Kontakt kommen zu müssen, zum Beispiel weil sie schmerzhaft waren. Und ich möchte mich vor gewissen Dingen schützen im Leben, dass ich sie nicht noch einmal erlebe. Und so spreche ich auch Dinge aus, dass etwas nicht sein darf.

Das ist dann so ungefähr, wir schalten ein Röntgengerät ein. Auf dem Röntgengerät ist eindeutig zu sehen, da gibt es einen Knochenbruch. Und unser Kommentar dazu ist zum Beispiel, dass wir sagen, das darf nicht sein. Und das ist genau das, um was es geht. Wenn wir etwas erkennen wollen, dann müssen wir den Ist-Zustand zulassen. Das Sein befindet sich bereits im Ausdruck. Das Sein ist. Jetzt geht es darum, dass wir dieses Sein zulassen in unserer Wahrnehmung und haben den Ausgangspunkt dieser Sache. Und ja, es gibt es zum Beispiel eben auch Krankheiten, auch im menschlilchen Kollektiv mit großen Feldern von Angst..

Diese Angst haben wir dann zum Beispiel auch zu bearbeiten in unserem System. Da werde ich aber später noch mal drauf kommen oder vielleicht auch in einem anderen Video. Es geht einfach darum, erstmal zu verstehen, was machen wir schon am Anfang? Wo biegen wir schon ab in unserem System und sagen schon, nein, ich verneine das, ich spalte das ab. Diese Erfahrung kommt für mich nicht in Frage.

Und das heißt also, das ist das Verständnis des Systems, wenn ich mich in der Relativwahrnehmung befinde, beziehe ich mich jetzt ständig auf ein Gegenpol, um die Lebensnavigation zu bestimmen, um Sachen zu kennzeichnen, die eben gut und schlecht oder böse sind, um mich auch immer zu positionieren. So entsteht auch, dass ich sage, ich möchte ein guter Mensch sein, in Bezug, dass es doch schlechte Menschen gibt. Ich möchte gute Lebensmittel essen, in Bezug darauf, dass es schlechte Lebensmittel gibt. Das ist also ein Relativbezugssystem (1) (2). Und was dabei einem nicht auffallen kann, ist eben genau das, dass ich immer diesen Bezugspol in die Existenz bringe. Also auch zu verstehen als Schöpfer, ich bringe das in die Existenz, auf was ich mich beziehe, um dann meinen Gegenpol darzustellen und zu sagen, schaut her, das ist aber das Richtige, schaut her, ich bin aber gut. Und das ist das, was ich in die Existenz bringe.

Das ist also praktisch zu verstehen, dass das, was wir die ganze Zeit dann vermeiden wollen und nichts mehr mit zu tun haben wollen, uns die ganze Zeit darauf beziehen und es in die Existenz bringen als Schöpfer. Das heißt, alles, was wir in unserem Gedankenraum so denken, so erschaffen wir, bereiten im Inneren Erfahrungsräume, Informationen und Energieräume vor, die sich verdichten bis zu einem Punkt, wo sie als materielles Ereignis hier erfahrbar gemacht werden von uns. Gleichzeitig ist das dann auch, wenn diese Erfahrung erfahrbar gemacht wurde, vollendet wurde, eine Rückmeldung für die Schöpfung in einem sich entwickelnden evolutionierenden System.

So gibt es eben Milliarden von Erfahrungen, zum Beispiel auch in einer sogenannten Akasha-Chronik, eine Sammlung von Erfahrungen, die erfahrbar gemacht wurden. Und das ist also eben wesentlich, wenn wir uns in einem Relativbezugssystem aufhalten. Um das Ganze jetzt zu verstehen und solche Zusammenhänge zu durchdringen, wird in dem Augenblick erst möglich, wenn ich das Dreieck aufgespannt habe, der neutrale Beobachter (3) werde, von der Schachfigurperspektive in die Perspektive des Schachspielers wechsle und jetzt plötzlich diese ganze Struktur von außen mit meinem Bewusstsein umfassen kann, um sie dann auch im Inneren zu durchdringen. Das bedeutet, dort gibt es dann überall dieses neutrale Bewusstsein (3) und das ist jetzt in der Lage, die Dinge so zu sehen, wie sie wirklich sind. In der Perspektive der Schachfigur, in der Relativwahrnehmung des Bezugspunktes, da gibt es das Schlechte, jetzt bringe ich das vermeintlich Gute in diesem Bezug hervor (siehe zum Beispiel Wilfhelm Goethe Faust Mephisto "Der Gutes will und Böses schafft") , gbt es nur diese Erkenntnisfähigkeit und auch diese Wahrheit, die ich dann gemeint habe, an dieser Stelle zu finden. Tatsächlich kann man aber sagen, befindet sich der Mensch hier in der Halbwahrheit und in einer Halberkenntnis.

Nicht in dem Verständnis, ja da habe ich ja schon 50% richtig erkannt, sondern in dem Verständnis, dass das hier in der Relativwahrnehmung geschieht, wo es die zwei Pole gibt. Also die zwei, Halbwahrheit und Halberkenntnis, ist hier der Hinweis auf diese beiden Pole. Und so gibt es auch den Satz, den ihr bestimmt auch schon mal gehört habt, das sind die zwei Seiten derselben Medaille. Und dann würde man sagen, derselben Medaille, gut, zwei Seiten, vielleicht ist die eine schwarz auf der Vorderseite, auf der Rückseite ist sie weiß. Und dann würde man sagen, das ist die Medaille, die ich gerade umgelegt habe. Gut, die Vorderseite ist schwarz, die Rückseite ist weiß. Wenn wir jetzt aber diesen Satz umdrehen. Dann können wir den Satz praktisch rückwärts lesen, spiegeln. Und jetzt heißt der Satz: "Das ist die Medaille derselben zwei Seiten." Jetzt kriegen wir eine neue Information. "Das ist die Medaille derselben zwei Seiten." Jetzt fragt man sich, wieso derselben zwei Seiten? Die Vorderseite ist weiß, die Rückseite schwarz oder andersrum. Warum sind das denn dieselben Seiten? Und jetzt verstehen wir in dem Augenblick, wo ich in diese Relativwahrnehmung hineingehe, wo ich einen zweiten Pol brauche, um etwas in die Existenz zu bringen, ist das einfach nur eine relative Definitionssache, indem ich mal das als gut bezeichne, das als das Böse und dann wissen wir genau, dass immer dort draußen es eine Welt gibt oder Menschen, die das genau andersrum sehen.


Und das ist damit eben gemeint, dass das dieselben zwei Seiten sind, weil das einfach nur eine Relativaussage ist, dass diese Sachen in Wirklichkeit nicht gut, nicht schlecht sind, sondern sie sind, wie sie sind. Und dann würde man natürlich wieder sagen, in einem abgetrennten Bewusstsein - ohne neutralen Beobachter (3), das ist ja toll und wo ist jetzt die Erkenntnis bitte? Es ist, wie es ist und es darf sein, wie es ist und komme ich hier irgendwie weiter?


Ich soll also verstehen, dass eine Erkenntnis bedeutet, zu verstehen, wie eine Realität zustande gekommen ist. Und es geht nicht darum, meine Gefühle der Ablehnung, des Widerstandes und daraus entstandene Lebensnavigation, dass das eine Erkenntnisebene bereits ist. Das ist noch die Ebene der Bewertung und der Urteile. Zum Beispiel, dass ich dann eben sage, das ist absolut das Allerletzte. Oder ich sage, diese Furie oder dieser Macho oder sonstige Sachen. Da fälle ich halt eben ein Urteil. Oder ich bezeichne Menschen mit irgendwelchen anderen Containerbegriffen, Kennzeichnungen, kennzeichne sie so und bringe einfach nur meine Ablehnung und meinen Widerstand an dieser Stelle zum Ausdruck. Aber mit Erkennen hat das noch überhaupt nichts zu tun. (siehe auch in der Bibel "Eßt nicht vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse.")


Das heißt, ich habe noch gar nicht angefangen zu verstehen, warum gibt es denn diese Ablehnung und diesen Widerstand? Was ist denn da in mir? Und das ist erstmal von allem der Ausgangspunkt an dieser Stelle. Wenn wir den neutralen Beobachterpunkt (3) eingenommen haben, des einen Bewusstseins mit einem absoluten Bezugspunkt dort, wo wir uns nicht in der Relation mehr befinden, sondern in der absoluten Wahrnehmung, dann sind wir in der Lage, weil dieses Bewusstsein ein ganzheitliches Bewusstsein ist, ein einheitliches Bewusstsein, wo alles, was jemals in die Existenz aus einem Punkt getreten ist, aus einem Potenzial hervorgegangen ist, aus einem Nichts, was noch nicht in den Ausdruck gegangen ist, um etwas zu sein. Dort aus diesem Punkt heraus sind wir in der Lage, das gesamte Leben zu verstehen, die Zusammenhänge zu verstehen. Und dann ist ja auch klar, in dem Augenblick, wenn wir auch immer mehr verstehen, wie unser inneres System funktioniert, dass wir zum Beispiel meinen, ich habe doch abgelehnt und einen Widerstand aufgebaut oder ich habe doch verdrängt und damit habe ich doch jetzt nichts mehr zu tun in meinem Leben, oder? Das war doch der Sinn, warum ich das so zum Ausdruck gebracht habe und dann aber eben merke, dass ich mit diesen Sachen immer und immer wieder zu tun habe.

Und dann stellt sich doch die Frage, wenn ich doch abgelehnt habe, einen Widerstand aufgebaut habe und verdrängt gehabt habe, warum kehren denn diese Sachen immer wieder in mein Leben zurück? Wie kann das denn sein? Kann ich nicht richtig ablehnen und Widerstände aufbauen oder verdrängen? Und das gehört dann eben genau in diesen Bereich des Systemverständnisses. Das heißt, wie funktioniert unser System im Inneren und es ist tatsächlich im Inneren auf der geistigen Ebene, auf einer funktionalen Ebene, auf einer informativen Ebene wie die Ursachen gesetzt werden und wie mein System im Inneren funktioniert, sodass ich im Äußeren solche Sachen erfahre oder erfahrbar mache und dabei eben bemerke, warum passiert denn sowas immer wieder. Das liegt also daran, dass ich eben noch nicht diesen neutralen Beobachter (3), diese Position eingenommen habe, wo ich in der Lage bin, Dinge zu klären für mich. Und dann bedeutet das , dass ich dann zunehmend immer mehr Freude auch wieder in meinem Leben empfinden kann, wenn ich die Sachen wirklich verstehe, wenn ich einfach verstehe, ich bin Schöpfer und kann diese Dinge beeinflussen, aber nicht aus einem Widerstand und einer Ablehnung, sondern aus einer Erkenntnis heraus, weil ich dann einfach ein anderes Handlungsverständnis habe, gelernt habe, mit Gefühlen, Gedanken und all diesem umzugehen.


Und ja, das soll es an dieser Stelle erstmal jetzt gewesen sein, eben eine erste Reflektion.

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